Clairette de Die
AOC seit 1942 · Méthode ancestrale
Clairette de Die ist eine Appellation in der Drôme, die vor allem für muscatbetonten Schaumwein nach der Méthode ancestrale bekannt ist, einer einzigen Gärung, die in der Flasche zu Ende geht.1 Sie ist seit 1910 eine appellation d'origine und seit 1942 eine AOC; daneben gibt es eine Version auf Clairette-Basis mit zweiter Gärung.1
Zwei Methoden
Das Lastenheft beschreibt zwei Wege, Clairette de Die zu erzeugen.1
- Méthode ancestrale. Teilweise vergorener Most wird auf Flaschen gefüllt und beendet seine einzige Gärung in der Flasche. Eine Fülldosage (liqueur de tirage) ist verboten. Die Hefe wird durch Degorgieren oder durch isobare Filtration und Umfüllen von Flasche zu Flasche entfernt. Siehe Méthode ancestrale.
- Zweite Gärung. Ein durchgegorener Wein wird mit einer Fülldosage auf Flaschen gefüllt, wie bei der traditionellen Flaschengärung.
Der alte Name „méthode dioise“ erscheint nur noch im historischen Teil des Textes, der auf ein Dekret vom 25. Mai 1971 verweist; der geltende Text verwendet „méthode ancestrale“.1
Rebsorten
Für die Méthode ancestrale muss Muscat à Petits Grains (weiß und rot) mindestens 65 % der Bestockung ausmachen, mit Clairette und Clairette Rose als Nebensorten. Der Text schreibt für diese Weine mindestens 25 g/l Zucker vor. Die Weine mit zweiter Gärung entstehen aus Clairette, bei Brut-Weinen bis 15 g/l aus Clairette und Clairette Rose.1
Regeln im Vergleich
| Regel | Méthode ancestrale | Zweite Gärung |
|---|---|---|
| Mindestzeit auf der Hefe | 4 Monate (9 bei Rosés mit Syrah) | 9 Monate |
| Frühester Verkauf | 1. März nach der Lese | 1. Oktober nach der Lese |
| Druck bei 20 °C | mindestens 3 atm | mindestens 3,5 atm |
| Alkohol | 7-9 % vol vorhanden, höchstens 12,5 % gesamt |
Quelle der Tabelle: der Entwurf des Lastenhefts.1 Der Ertrag beträgt 60 hl/ha bei einem Höchstertrag (rendement butoir) von 70 hl/ha.1
Zur Quelle
Die Regeln auf dieser Seite stammen aus dem im Juni 2026 geprüften Änderungsentwurf; die von ihm geänderte geltende Fassung wurde durch Erlass vom 9. Dezember 2024 genehmigt.1 Der Wein aus traditioneller Flaschengärung desselben Gebiets ist eine eigene Appellation, Crémant de Die.
Siehe auch
Quellen
Fakten geprüft am 2026-10-19