Rotkäppchen
Sekthaus · Freyburg (Unstrut) · seit 1856
Rotkäppchen ist ein Sekthaus in Freyburg (Unstrut), das 1856 als Weinhandlung der Brüder Moritz und Julius Kloss und ihres Freundes Carl Foerster begann.1 Seit einem Management-Buy-out 1993 ist es in Privatbesitz und steht heute an der Spitze der Gruppe Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien.1,2
Kloss & Foerster
1856 eröffneten die Brüder Moritz und Julius Kloss und ihr Freund Carl Foerster in Freyburg (Unstrut) eine Weinhandlung und begannen, Schaumwein herzustellen.1 1894 gab die rote Kapsel auf der Flasche einer neuen Marke ihren Namen: Rotkäppchen.1
DDR und danach
In der Deutschen Demokratischen Republik war die Kellerei ein volkseigener Betrieb; 1988 verkaufte Rotkäppchen dort 15,5 Millionen Flaschen, die bis dahin höchste Menge.1 Nach 1990 ging das Unternehmen an die Treuhandanstalt über. 1993 kauften es fünf leitende Angestellte zusammen mit der Familie des Unternehmers Harald Eckes-Chantré in einem Management-Buy-out.1
Wachstum
Nach Angaben des Unternehmens wurde Rotkäppchen 2001 Marktführer für Sekt in Deutschland.1 2002 übernahm es von Seagram die Marken Mumm, Jules Mumm und MM Extra, 2003 die Sektkellerei Geldermann in Breisach am Rhein, und 2006 kaufte es die Gründermarke Kloss & Foerster zurück.1 Die Marke Mumm wurde 1922 in Frankfurt am Main gegründet und hat heute ihren Sitz in Eltville.2
Heute
Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH hat ihren Sitz in Freyburg (Unstrut) und arbeitet an sechs Standorten von Bremen bis Valdobbiadene; das Besucherzentrum Rotkäppchen Erlebniswelt wurde 2023 eröffnet.2 Zu den rechtlichen Kategorien deutschen Schaumweins siehe Deutschland. Ein weiteres großes deutsches Haus ist Henkell in Wiesbaden.
Siehe auch
Quellen
- Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien (official site). Erfolgsgeschichten
- Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien (official site). Über uns
Fakten geprüft am 2026-10-20